Die Giftmanufaktur der SVP hat Talent für kreative Initiativnamen. Ihre neueste Attacke auf die sozialen und demokratischen Rechte aller Arbeitnehmenden nennt sie «Nachhaltigkeitsinitiative». Das klingt nach Vernunft, doch nachhaltig ist hier gar nichts. Im Gegenteil: Es ist ein Frontalangriff auf unsere sozialen Sicherungssysteme, unsere Löhne und unsere Rechte.
Sündenböcke statt Lösungen
Während die Menschen unter explodierenden Krankenkassenprämien leiden, Mieten den Mittelstand auffressen und Reallöhne stagnieren, bietet die SVP keine Lösungen, sondern Sündenböcke. Seit Jahrzehnten macht diese Partei Politik für Reiche und Superreiche. Sie beherrscht das Spiel: Ablenken durch den Fingerzeig auf «die Ausländer», statt Verantwortung für die Folgen ihrer eigenen Klientelpolitik zu übernehmen. So auch mit dieser Chaos-Initiative.
Kein Ja zum Chaos
Ein Ja zu dieser Initiative wäre ein Ja zum Chaos – in allen Lebensbereichen:
- Chaos bei den Löhnen: Mit dem Ende der Personenfreizügigkeit würde der Lohnschutz (FlaM) kollabieren. Ohne Kontrollen wird Lohndumping zum Geschäftsmodell.
- Chaos bei den Renten: Der AHV würden ohne junge Beitragszahlende Milliarden fehlen. Rentenkürzungen oder ein höheres Rentenalter wären die logische Folge.
- Chaos in der Pflege: Wir sind schon heute händeringend auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Wer diese Initiative annimmt, gefährdet unsere Grundversorgung.
Ein Angriff auf die Würde
Die Initiative ist zudem ein Angriff auf die Würde der Migrant:innen, die dieses Land mit aufbauen. Die Migrationskommission der Unia warnt zu Recht: Hier sollen hart erkämpfte Fortschritte vernichtet werden. Die Rückkehr zu menschenverachtenden Modellen wie dem Saisonnierstatut und der Angriff auf das Recht auf Familie sind eines modernen Rechtsstaates unwürdig.
Die SVP greift mit der Initiative die erzielten Fortschritte für Migrant:innen frontal an – und damit die Grundlagen unserer gewerkschaftlichen Arbeit
Diese Initiative löst kein Problem, sie verschärft alle. Sie ist reine Symbolpolitik auf dem Rücken der Arbeitnehmenden, ohne die wahren Kostentreiber im Gesundheits- und Immobilienmarkt anzugehen. Die Gewerkschaften antworten auf Spaltung mit Solidarität.
Wer Rechte, Löhne und Renten schützen will, schreibt am 14. Juni ein klares Nein auf den Abstimmungszettel.



