Hitze: So schützt du deine Gesundheit

In den Sommermonaten wird die Arbeit im Freien schnell zur extremen Belastung. Wenn die Sonne brennt, ist auf der Baustelle besondere Vorsicht geboten. Hier erfährst du einfach und schnell, wie du gesund durch die Hitzewelle kommst und was dein Chef jetzt tun muss.

Warum ist Hitze auf dem Bau so gefährlich?
Oben brennt die Sonne, unten heizen sich Asphalt oder Beton auf. Wenn kein Schatten da ist, fühlt es sich auf der Baustelle schnell mal 10 bis 15 Grad heisser an, als das Thermometer eigentlich anzeigt! Wer unter diesen Bedingungen in der prallen Sonne schuftet, mutet seinem Körper Höchstleistungen zu. Deshalb müssen jetzt alle mithelfen: Dein Chef muss für Schutz sorgen und du musst auf deinen Körper hören.

Deine Rechte: Das muss dein Arbeitgeber tun
Dein Chef ist gesetzlich für deine Gesundheit verantwortlich. Bei grosser Hitze muss er folgende Massnahmen umsetzen:

  • Wasser & Creme: Er muss gratis Trinkwasser, Sonnencreme und passende Kleidung bereitstellen.
  • Schatten: Er muss kühle und schattige Pausenplätze (z. B. Sonnensegel) organisieren.
  • Früh starten: Harte körperliche Arbeit gehört in die kühleren Morgenstunden.
  • Zusätzliche Pausen: Bei Hitze stehen dir alle 1 bis 2 Stunden zusätzliche Pausen von 5 bis 10 Minuten zu.
  • Ab 33 °C gilt: Die Suva schreibt ab 33 Grad stündliche Pausen von 15 Minuten vor. Wichtig: Diese Hitzepausen zählen als Arbeitszeit und werden ganz normal bezahlt!

Wenn die Baustelle trotz aller Massnahmen zu gefährlich für deine Gesundheit wird, muss sie im Ernstfall geschlossen werden.

Was tun, wenn der Chef sich nicht daranhält? Such das Gespräch mit deinem Polier. Ändert sich nichts? Dann ruf direkt das Unia-Sekretariat in der Nähe an.

Selbstschutz: Das kannst du selbst tun
Es geht um deinen eigenen Körper. Schütze dich mit diesen einfachen Regeln:

  • Sonne meiden: Schütze deine Haut mit Kleidung und viel Sonnencreme.
  • Augen schützen: Trage eine Sonnenbrille mit UV-Schutz.
  • Hut auf im Hochsommer: Im Juni und Juli ist die Strahlung am gefährlichsten. Trage einen Helm oder Hut mit Stirnblende und Nackenschutz.
  • Viel Trinken: Warte nicht, bis du Durst hast. Trink an heissen Tagen 3 bis 6 Liter Wasser.

Gibt es eigentlich „Hitzefrei“?
Kurz gesagt: Nein, ein gesetzliches Recht auf „Hitzefrei“ gibt es in der Schweiz aktuell nicht.Die Gewerkschaft Unia fordert das zwar, aber die Arbeitgeber wollen lieber flexibel früher am Morgen anfangen. Für dich auf der Baustelle bleibt deshalb die 33-Grad-Grenze der wichtigste Wert: Ab hier gelten die strengsten Suva-Schutzmassnahmen und die bezahlten Pausen. Passe auf dich auf!

Solidarität schlägt Spaltung: Mehrheit will keine SVP-Schweiz

Die Umfragen sahen schlecht aus: kaum etwas zu machen. Später sprach man von einem Kopf-an-Kopf-Rennen und am Schluss reichte es gut für ein NEIN zur Chaos-Initiative der SVP. Mit fast 55 Prozent der Stimmen, wurde die Initiative deutlich abgelehnt. Ebenso die meisten Kantone. In den Agglomerationen und Städten war der Anteil von Nein stimmen weit über 60 Prozent. Gelungen ist dieser Kraftakt dank einer starken Mobilisierung – über 59 Prozent der Stimmberechtigten haben abgestimmt.

Das gute Resultat ist nicht vom Himmel gefallen: Es war entscheidend die Gefahren der Initiative rechtzeitig zu erkennen und die gewerkschaftliche Kampagne zu starten. Die Unia hat Material in vielen Sprachen produziert, mit Vertrauensleuten gesprochen, sie aktiv eibezogen. Unsere migrantischen Kolleginnen und Kollegen waren aktiv am Arbeitsplatz, in den Vereinen, in den Familien und Nachbarschaft. Sie konnten glaubhaft aufzeigen, dass die SVP die realen Probleme der Bürger, die hohen Mieten, tiefen Löhne, Umwelt- und Verkehrsprobleme ausnutzt, um politisch von einem Klima des Misstrauens gegenüber Migrant:innen politisch zu profitieren, während sie gleichzeitig mit ihrer Politik echte ökologische und soziale Lösungen blockiert.  

Die Ablehnung zeigt, dass die Mehrheit der Schweizer Gesellschaft nicht akzeptiert hat, dass eine Politik der Spaltung, Angst und Stigmatisierung die seriöse Debatte über soziale und wirtschaftliche Herausforderungen ersetzt. Dieses Ergebnis ist ein Sieg für die Demokratie und für die Solidarität. Es beweist, dass Probleme nicht gelöst werden, indem man Migrant:innen die Schuld gibt, sondern indem man eine Politik aufbaut, die soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit und den Respekt für die Rechte aller garantiert.

Obwohl die Ablehnung der Initiative ein Erfolg ist, bleibt das strukturelle Problem bestehen: Migration wird im öffentlichen Diskurs zu selten als Normalität begriffen, sondern primär als Problem oder als rein wirtschaftlicher Wohlstandsfaktor dargestellt.

Zum Glück sehen es viele Menschen anders, denn der Erfolg der Schweizer Migrationsgesellschaft basiert darauf, dass wir unsere Zukunft gemeinsam gestalten und auf Solidarität statt auf Hetze setzen – und darauf müssen wir aufbauen. Gelegenheit dazu bietet die Demokratie-Initiative: Sie fordert einen chancengerechten Zugang zur Einbürgerung für Menschen, die hier leben, sich mit viel Herzblut einbringen und Teil der Migrationsgesellschaft Schweiz sind.

Rreziku nga iniciativa për kufizimin e popullsisë në Zvicër

Në emisionin e pasdites në Radio Televizionin e Kosovës isha mysafir i Medijana Rrahmanit, udhëheqëse e emisionit. Ne biseduam mbi iniciativën për kufizimin e pupullësisë në Zvicër. Unë në emision shfaqa argumentet kundër Iniciativës.

Disa nga pikat e bisedës:


Iniciativa dhe qëllimet e saj

  • Kufizimi i popullsisë: Iniciativa kërkon që popullsia e përhershme në Zvicër të kufizohet në maksimum 10 milionë njerëz deri në vitin 2050. Populli zviceran do të votojë për këtë të ashtuquajtur „Iniciativë për qëndrueshmëri“ më 14 qershor.
  • Masat hap pas hapi: Sapo popullsia të arrijë në 9.5 milionë, Këshilli Federal duhet të marrë masat e para, si ndalimi i azilit dhe ndalimi i bashkimit familjar.

Ndikimet e parashikuara (Pikat kritike)

  • Perspektive e punëtorëve: përmes kontrolleve të kushteve të punës që mundësohen nga marrëveshjet aktuale (masat shoqëruese me BE-në), sindikatat arrijnë të zbulojnë dhe të nxjerrin rreth 50 milionë franga në vit që punëdhënësit ua kanë marrë apo u kanë hy në hak punëtorëve (paga të papaguara siç duhet ose nën nivelin ligjor)
  • Rreziku nga iniciativa: Këto para u kthehen direkt punëtorëve në xhepat e tyre Nëse marrëveshjet dypalëshe me BE-në prishen për shkak të kësaj nisme, shteti humb këto instrumente kontrolli. Si pasojë, punëtorët do të humbnin mundësinë për të rikthyer këto 50 milionë franga që u merren me të padrejtë.
  • Perspektiva e rinisë: iniciativa rrezikon të ardhmen e brezit të ri, pasi izolimi i vendit dhe mungesa e fuqisë punëtore do të dobësonin sistemet sociale (si pensionet) dhe do të zvogëlonin mundësitë e shkollimit dhe karrierës në një treg ndërkombëtar. Gati 400’000 shtetas të Zvicrës jetojnë, mësojnë dhe punojnë në BE.
  • Ekonomia dhe shëndetësia: dëme të mëdha në ekonomi dhe shëndetësi, pasi rreth 50 përqind e mjekëve dhe mbi 30 përqind e infermiereve dhe infermierëve në Zvicër nuk kanë pasaportë zvicerane.
  • Rrezikimi i marrëveshjeve bilaterale: Iniciativa kërkon shfuqizimin e marrëveshjeve me BE-në, gjë që dëmton marrëdhëniet me partnerin kryesor ekonomik dhe dobëson mbrojtjen e punëtorëve, duke rrezikuar masat mbrojtëse të kushteve të punës dhe pagave.
  • Ndikimi te diaspora: Për komunitetin shqiptar, heqja e bashkimit familjar dhe rikthimi i mundshëm i modeleve të pasigurta të punës (si statusi i dikurshëm i sezonalëve) do të thoshte goditje e rëndë.
  • Zgjidhje të rreme: Problemet si qiratë e larta apo trafiku i mbingarkuar i mvishen gabimisht emigracionit, në vend që të zgjidhen përmes planifikimit të infrastrukturës apo rregulloreve politike.

Kjo iniciativë nuk zgjidh asnjë problem, ajo i përkeqëson të gjitha. Ajo është pastër politikë simbolike mbi kurrizin e punëtorëve, pa adresuar shkaktarët e vërtetë të kostove të shëndetësisë, qirave dhe të pasurive të paluajtshme. Sindikatat i përgjigjen përçarjes me solidaritet. Kush dëshiron të mbrojë të drejtën për bashkim familjar, pagat dhe pensionet, shkruan një «Jo» të qartë në fletëvotim më 14 qershor 2026.

Nein zum Chaos: So schützen wir unsere hart erkämpften Rechte

Die Giftmanufaktur der SVP hat Talent für kreative Initiativnamen. Ihre neueste Attacke auf die sozialen und demokratischen Rechte aller Arbeitnehmenden nennt sie «Nachhaltigkeitsinitiative». Das klingt nach Vernunft, doch nachhaltig ist hier gar nichts. Im Gegenteil: Es ist ein Frontalangriff auf unsere sozialen Sicherungssysteme, unsere Löhne und unsere Rechte.

Sündenböcke statt Lösungen

Während die Menschen unter explodierenden Krankenkassenprämien leiden, Mieten den Mittelstand auffressen und Reallöhne stagnieren, bietet die SVP keine Lösungen, sondern Sündenböcke. Seit Jahrzehnten macht diese Partei Politik für Reiche und Superreiche. Sie beherrscht das Spiel: Ablenken durch den Fingerzeig auf «die Ausländer», statt Verantwortung für die Folgen ihrer eigenen Klientelpolitik zu übernehmen. So auch mit dieser Chaos-Initiative.

Kein Ja zum Chaos

Ein Ja zu dieser Initiative wäre ein Ja zum Chaos – in allen Lebensbereichen:

  • Chaos bei den Löhnen: Mit dem Ende der Personenfreizügigkeit würde der Lohnschutz (FlaM) kollabieren. Ohne Kontrollen wird Lohndumping zum Geschäftsmodell.
  • Chaos bei den Renten: Der AHV würden ohne junge Beitragszahlende Milliarden fehlen. Rentenkürzungen oder ein höheres Rentenalter wären die logische Folge.
  • Chaos in der Pflege: Wir sind schon heute händeringend auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Wer diese Initiative annimmt, gefährdet unsere Grundversorgung.

Ein Angriff auf die Würde

Die Initiative ist zudem ein Angriff auf die Würde der Migrant:innen, die dieses Land mit aufbauen. Die Migrationskommission der Unia warnt zu Recht: Hier sollen hart erkämpfte Fortschritte vernichtet werden. Die Rückkehr zu menschenverachtenden Modellen wie dem Saisonnierstatut und der Angriff auf das Recht auf Familie sind eines modernen Rechtsstaates unwürdig.

Die SVP greift mit der Initiative die erzielten Fortschritte für Migrant:innen frontal an – und damit die Grundlagen unserer gewerkschaftlichen Arbeit

Diese Initiative löst kein Problem, sie verschärft alle. Sie ist reine Symbolpolitik auf dem Rücken der Arbeitnehmenden, ohne die wahren Kostentreiber im Gesundheits- und Immobilienmarkt anzugehen. Die Gewerkschaften antworten auf Spaltung mit Solidarität.

Wer Rechte, Löhne und Renten schützen will, schreibt am 14. Juni ein klares Nein auf den Abstimmungszettel.

Die Schweiz schützt erneut ihren medialen Service public!

Das überdeutliche Nein zur «Halbierungsinitiative» ist ein Befreiungsschlag. Nach der «No Billag»-Initiative ist dies bereits die zweite massive Abfuhr für die SVP und andere rechtskonservative Kreise, die den medialen Service public systematisch abbauen wollen.

Mit 61,9 % hat das Stimmvolk den Initianten klar gemacht, dass ihm der mediale Service public und die SRG mit ihrer starken Verankerung in allen Sprachregionen der Schweiz wichtig ist.

Die progressive Schweiz verteidigt den Service publik
Dieses starke Ergebnis ist auch dem grossen Einsatz vieler progressiver Menschen zu verdanken. Besonders eindrücklich war das Engagement von Personen mit Migrationsgeschichte. In Zeiten von Fake News ist faktenbasierter Journalismus essentiell für den politischen Diskurs in der direkten Demokratie.

Wer die Gefahr von gezielt gelenkten Medien und Propaganda aus eigener Erfahrung kennt, schätzt den Wert einer unabhängigen SRG doppelt.

Das Volk will keine Verhältnisse, in denen gezielt gesteuerte Algorithmen, Desinformation und private Profitinteressen den Diskurs bestimmen.

Hinter der Initiative standen handfeste wirtschaftliche Eigeninteressen
Das Volk hat jedoch klargestellt, dass der freie Zugang zu Information, Sport und Kultur ein öffentliches Gut bleiben muss, das nicht privaten Profiten geopfert wird. Das gilt insbesondere für die Sprachminderheiten, denn ohne die solidarische Finanzierung der SRG wäre eine gleichwertige mediale Versorgung in der Romandie, der italienischen Schweiz und der Rumantschia ökonomisch kaum möglich.

Ein Signal an die SRG-Leitung
Die Strategie der vorsichtigen Anpassung gegenüber politischem Druck hat sich nicht ausgezahlt. Wer auf Gnade durch Anbiederung hofft, macht sich erst recht zum Ziel. Das Volk hat der SRG den Rücken gestärkt, damit sie wieder mit Selbstbewusstsein und ohne «Schere im Kopf» für ihre journalistische Unabhängigkeit einsteht. Wir brauchen keine mutlose SRG, sondern eine, die ihren Job macht: unabhängig, kritisch und faktenbasiert.

Respekt vor dem Volksentscheid
Die Reaktion der SVP und der Initianten auf die Niederlage lässt wenig Raum für Interpretationen: Man zeigt sich als schlechter Verlierer und hält an der Rhetorik der Delegitimierung fest. Es ist davon auszugehen, dass die Versuche, die unabhängige Presse zu schwächen, weitergehen werden. Systematische Angriffe auf etablierte Medienhäuser sind oft Teil einer Strategie, den öffentlichen Raum für ideologisch gesteuerte Eigenmedien zu räumen. Für eine offene und solidarische Gesellschaft ist diese Entwicklung gefährlich, da sie die Basis für einen sachlichen Austausch entzieht. Es ist nun an der Zeit, dass die Initianten aus dem SVP-Umfeld dieses wiederholte Verdikt zu akzeptieren. Den Souverän so lange mit denselben Forderungen zu behelligen, bis eine Ermüdung eintritt, ist eine übermässige Beanspruchung unserer direktdemokratischen Instrumente. Diese Taktik der permanenten Re-Politisierung bereits entschiedener Fragen belastet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und widerspricht unserer politischen Kultur.