Die solidarische Schweiz meldet sich zurück

Es ist ein erfreulicher Abstimmungssonntag für die Arbeitnehmenden, Migrant/innen und Familien. Die Kündigungsinitiative der SVP wird sehr deutlich abgelehnt, der Vaterschaftsurlaub angenommen und Steuergeschenke für reiche Familien ebenso abgelehnt. Die Einführung des Mindestlohns von 23 Franken in Genf machte den Abstimmungssonntag zu einem Super-Sunday! Es ist nun Zeit für eine progressive Migrationspolitik, für alle!

ABstimmunsgsonntag im Progr Bern

Die Ablehnung der Kündigungsinitiative der SVP ist deutlich. Beinahe 62 Prozent sagten NEIN/NON/NO! Genau 6 Jahre nach der knappen Annahme der Masseneinwanderungsinitiative erleidet die SVP eine deutliche Schlappe bei ihrem Versuch, die Personenfreizügigkeit zu beenden und die Löhne, Arbeitsbedingungen und Rechte der Migrant/innen zu verschlechtern.

Das erfreuliche Resultat kam auch dank dem Engagement der Gewerkschaften zustande, die von Anfang an das perfide Spiel der SVP für die Arbeitnehmenden glaubwürdig sichtbar machten. Die Kündigungsinitiative war ein Angriff auf alle Arbeitnehmenden und ihre Rechte. Sie wollte die Personenfreizügigkeit durch ein diskriminierendes Kontingentsystem ersetzen und so die Rechte aller Arbeitnehmenden in der Schweiz schwächen. Zudem wollte die Initiative mit den flankierenden Massnahmen (FlaM) einen tragenden Pfeiler des Schweizer Lohnschutzes aushebeln. Das erfreuliche Abstimmungsresultat bestärkt die Gewerkschaften in ihrer klaren Haltung:  Der Lohnschutz muss gestärkt und nicht geschwächt werden. Die Gewerkschaft Unia fordert mehr Lohnkontrollen und schärfere Sanktionen bei Dumping. Es braucht zudem kantonale Mindestlöhne sowie mehr allgemein verbindlich erklärte Gesamtarbeitsverträge. Auch der Schutz für Arbeitnehmende und gewerkschaftliche Vertrauensleute, die sich gegen Lohndumping wehren, muss verstärkt werden. Ein Rahmenabkommen, das Arbeitnehmendenrechte und den Lohnschutz schwächt, wird die Unia entschlossen bekämpfen. Die Gewerkschaft ist überzeugt, dass ein solches Rahmenabkommen ebenso scheitern würde, wie die Initiative der SVP.

Solidarität statt Ausgrenzung

Einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der NEIN-Kampagne haben auch die Migrationsvereine geleistet. Sie haben unter dem Motto «Solidarität statt Ausgrenzung» aufgezeigt, dass der Angriff der SVP auch auf die Rechte der Migrant/innen zielt. Die Migrationsvereine machten deutlich, dass für sie eine Rückkehr zum Saisonnierstatut, versteckten Kindern und rechtlose Arbeitnehmenden nicht in Frage kommt. Mehr noch: die Personenfreizügigkeit als Errungenschaft soll nicht nur weiter bestehen, sondern ausgedehnt werden, bis wir eine Freizügigkeit für alle haben. 

Die Schweiz ist eine Migrationsgesellschaft

Die Migrant/innen tragen damals wie heute täglich zum gesellschaftlichen Erfolg und dem Ansehen der Schweiz in der Welt bei. Kultur, Sport, Wirtschaft und Wissenschaft profitieren von der realen Vielfalt. Die Antwort auf die ständigen Angriffe auf unsere gemeinsamen Rechte und auf die jahrzehntelange Sündenbockpolitik heisst Solidarität. Dazu gehören ausgebaute Aufenthaltsrechte, Aufenthaltssicherheit, Niederlassungsfreiheit, das Recht mit der Familie zusammenleben zu können und gerechte Teilhabe am wirtschaftlichen und sozialen Erfolg der Schweiz, ohne Ausgrenzung.

Taten statt Worte gegen Rassismus

Rassismus und Diskriminierung aufgrund der Herkunft, Nationalität, Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung oder Aussehen haben keinen Platz am Arbeitsplatz, auf der Strasse oder in öffentlichen Debatten. Trotzdem ist Rassismus allgegenwärtig. Die Unia fordert konkrete Taten.

Obwohl er eine Landessprache fliessend spricht, hat er einen Job wegen seiner Hautfarbe nicht erhalten, erzählt ein Mann im Video. Aus dem gleichen Grund wird eine Frau wird am Arbeitsplatz beleidigt. Blicke, Sprüche, tätliche Angriffe – im Privatleben und am Arbeitsplatz: Rassismus ist in der Schweiz Realität.

Rassismus ist keine Meinung

Niemand hat das Recht, die Würde anderer zu verletzen. Rassismus führt nur dazu, dass Privilegien der einen auf Kosten der anderen aufrechterhalten werden. Das heisst auch: Einige profitieren von Diskriminierung, andere leiden darunter.

Rassismus schürt Unsicherheit

Das Ausländer- und Integrationsgesetz, das Asylgesetz und Einbürgerungen werden immer mehr verschärft. Die betroffenen Menschen sind dadurch unsicher und ängstlich, sie werden ungerecht behandelt. Betroffen sind auch Menschen, die in der Schweiz geboren wurden, hier arbeiten oder das Schweizer Bürgerrecht besitzen. Sie werden im Alltag diskriminiert und erleben Vorurteile, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Das darf nicht sein. Es gilt, gleiche berufliche und wirtschaftliche Chancen für alle zu schaffen und den sozio-ökologischen Umbau umzusetzen. Das ist das Ziel der Unia.

Die «Black Lives Matter»-Bewegung ist wichtig

Wir verurteilen und bekämpfen alle Formen von Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit. Dazu zählen auch institutionelle und strukturelle Diskriminierungen. Gemeinsam mit Gleichgesinnten, wie der Frauenbewegung und der Klimajugend setzen wir uns für soziale Gerechtigkeit ein. Daher begrüssen wir die «Black Lives Matter»-Bewegung.

Handeln ist gefragt – Forderungen der Unia

Alle sind dafür verantwortlich, Diskriminierungen zu beenden und zu bekämpfen. Wir fordern dringend und nachdrücklich:

  • Konkrete Taten, um rassistische Diskriminierung, insbesondere aufgrund der Hautfarbe, der Herkunft oder des Aufenthaltsstatus zu verhindern und zu bekämpfen. Diskriminierungen in Arbeits-, Ausbildungs- oder Anstellungsverhältnissen, auf dem Wohnungsmarkt, in politischen Diskussionen oder in den Medien sowie in ausländer- und asylrechtlichen Verfahren und in der Polizeipraxis dürfen nicht mehr toleriert werden.
  • Gleiche Rechte für alle, sichere Aufenthaltsbewilligungen und einen fairen Zugang zu Einbürgerungsverfahren.
  • Gesamtarbeitsverträge mit Mindestlohnbestimmungen und anonyme Bewerbungsverfahren.
  • Hassreden (Hate Speech) stoppen.
  • Antirassistische Informations- und Sensibilisierungsoffensive auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene.

Zum Video Taten statt Worte gegen Rassismus

Ndal spekulimeve në çmimet e banesave

Ngritja e vazhdueshme e qirave rëndon buxhetin e qytetarëve në Zvicër. Mesatarisht shpenzimet për banim janë rritur për 19%. Në qendrat urbane është gati e pamundshme për të gjetur banesë me çmim të përballueshëm. Iniciativa për “më shumë banesa me çmime të përballueshme” synon të ndaloj spekulimet me patundshmëri dhe banim me çmime të përballueshme.

Së pari një shënim personal. Në vitin 2013 kam ndërruar banesën, në të cilën kam banuar 21 vite. Çmimi i banesës në qendër të Bernës ka qenë i arsyeshëm. Me largimin tonë nga kjo banesë, ajo u meremetua. Pjesërisht me ndihmën e financave publike. Kjo banesë pastaj është dhënë në qira me një çmim shumë më të larte, se sa që kemi paguar ne. Tash kjo banesë kushton 1000 franga më shumë.

Shumica dërmuese e njerëzve në Zvicër banojnë në banesa me qira. Përderisa çmimet për hipoteka prej vitit 2008 kanë arritur një nivel shumë të ulët, çmimet e banesave janë duke u rritur vazhdimisht. Këto u sigurojnë pronarëve të objekteve të banimit përfitime të majme, kurse shtresa e ulët dhe e mesme mezi se i përballon shpenzimet e banimit.

Sot paguajmë 40 % më shumë se që është dashur!

Banimi është një prej nevojave elementare për njerëzit. Për këtë arsye kushtetuta e Zvicrës parasheh që në çmimin e banesave përfitimi neto, pas zbritjes së shpenzimeve për banesën, të jetë 2-4 %. Mirëpo, edhe pse norma e interesit për hipoteka është në nivel të ulët, çmimet për banim nuk janë ulur, por përkundrazi janë shtuar me të madhe.

Sipas një hulumtimi të Raiffeisenbank ne sot paguajmë 40 % më shumë qira se sa do të duhej të paguanim. Po t’i kishin përshtatur qiradhënësit qiratë e banimit zhvillimit të kamatës së hipotekës, ne sot do të kishim paguar 3000 4000 Franga më pak në vit për banim.  Do me thënë 7 miliard franga kanë përfituar pronarët e ndërtesave dhe patundshmërive, duke i rrjepur qiramarrësit e tyre. Kjo është një shpërndarje gjigande e mjeteve prej qiramarrësve në drejtim të pronarëve të ndërtesave me qira.

Çka synon iniciativa për “më shumë banesa me çmime
të përballueshme”?

  • Federata dhe kantonet duhet të punojnë së bashku për të siguruar, që të paktën 10 % e hapësirave të reja të banimit të janë jofitimprurëse, pra me qira të përballueshme.
  • Komunat dhe kantonet duhet të kenë të drejtë të kenë përparësi në blerjen e tokave të ndërtimit, për ndërtim të banesave me çmime të volitshme.
  • Ndërmarrjet e Federatës si Hekurudhat Federale SBB/CFF/FFS, të cilat janë pronarë të tokave të shumta, në rastin e shitjes, këto terrene ndërtimi duhet t’ia ofrojnë së pari komunave dhe kantoneve, dhe jo t’i shesin në treg spekulantëve.
  • Financimet publike të meremetimit të banesave duhet të kushtëzohen me çmime të volitshme për banim. Nëse një meremetim energjetik paguhet me mjetet publike, atëherë nuk duhet lejuar që të ndritën qiratë.

Ne e kemi në dorë të ndryshojmë këtë gjë. Ata që kanë të drejtë vote duhet të votojnë Po për iniciativën dhe kështu të mundësojnë që shpenzimet e banimit të jenë të përballueshme për të gjithë.

Për më shumë informacione në gjermanisht, frëngjisht, italisht:

 

Verstärkung der repressiven Instrumente im Ausländergesetz

Das neue Gesetz Ausländer- und Integrationsgesetz AIG will die Integration fördern. Im Kern ist das Gesetz aber die Fortschreibung der bisherigen restriktiven Praxis gegenüber Ausländer/innen und in vielen Fällen auch eine Verstärkung der repressiven Instrumente, insbesondere bei tatsächlichen oder anzunehmenden künftigen finanziellen Schwierigkeiten.

Das neue Ausländer- und Integrationsgesetz (AIG) ist seit 1. Januar 2019 in Kraft. Es regelt insbesondere die Zulassung und den Aufenthalt der Staatsangehörigen aus Nicht-EU/EFTA-Staaten. Für Staatsangehörige aus EU/EFTA-Staaten ist in erster Linie das FZA massgebend. Das neue Gesetz verschärft die Bedingungen für die Erteilung der Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung, in dem diese an Integrationskriterien» geknüpft werden. Beachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, Respektierung der Werte der Bundesverfassung, Sprachkompetenzen (nur für Erwachsene), Teilnahme am Wirtschaftsleben oder am Erwerb von Bildung sind einige der «Integrationskriterien» die darüber entscheiden, ob Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligungen erteilt, zurückgestuft oder entzogen werden und ob Familiennachzug bewilligt wird.

Familiennachzug begrenzt

Diese Integrationskriterien spielen beim Familienachzug auch eine entscheidende Rolle. Das nicht Erfüllen der Integrationskriterien, insbesondere Sozialhilfeabhängigkeit, kann zu einer Einschränkung des Familiennachzugs auch für Schweizer/innen, EU-Bürger und Personen mit C-Bewilligung führen. Dasselbe gilt auch bei allfälligem Sozialrisiko, wobei hier der Bezug von Ergänzungsleistungen und Krankenkassenverbilligungen als Indikatoren dienen können. Auch zeitlich gibt es eine zusätzliche Verschärfung: Die Frist für den Familiennachzug wird auf 14 Monaten begrenzt.

Verlust oder Rückstufung von Bewilligungen

Wenn die Integrationskriterien gemäss AIG nicht erfüllt werden, so kann dies zum Verlust oder die Rückstufung von C-Bewilligung oder den Verlust der B-Bewilligung. Der Verlust kann direkt und muss nicht über eine Rückstufung erfolgen. D. h. wer etwa den «Willen zur Teilnahme am Wirtschaftsleben» nicht nachweisen kann und Sozialhilfe bezieht, muss damit rechnen, die Schweiz verlassen zu müssen. Denn dies kann als mangelnde Integrationsbereitschaft gewertet und mit dem Entzug des Aufenthaltsrechts bestraft werden. Dies ist der Fall vor allem bei erheblicher und dauerhafter Sozialhilfebezug. Der Widerruf der C-Bewilligung auch nach einem Aufenthalt von mehr als 15 Jahren ist möglich

Nach der Rückstufung einer C-Bewilligung zu einer B-Bewilligung kann eine Integrationsvereinbarung (oder Integrationsempfehlung bei EU-Bürgern) abgeschlossen werden. Nach Verlust der B-Bewilligung muss die betroffene Person die Schweiz verlassen

Informationsaustausch der Behörden

Das neue Gesetz sieht auch vor, dass die Behörden sich gegenseitig informieren und sich auf Anfrage das Konsultationsrecht von Fällen zugestehen. Diese Informationen werden benutzt, um das «Ausmass der Integration zu messen». Informationen u.a. über zivile und strafrechtliche Prozesse, Bezug von Entschädigungen und Sozialhilfe, Ergänzungsleistungen aus der AHV oder IV. Neu werden auch Informationen über disziplinarische Massnahmen von Schulbehörden eingeholt.

Schulungs- und Informationsmassnahmen der Unia

Obwohl das AIG einige Verbesserungen hat (z. B. die Voraussetzung für eine schnellere Integration von Flüchtlingen, Asylsuchende und vorläufige Aufgenommenen in den Arbeitsmarkt), bedeutet es in vieler Hinsicht eine klare Verschärfung des Ausländerrechts.Die Verstärkung der repressiven
Instrumente in vielen Bereichen wie Familiennachzug, Verlust der Niederlassung beim nichterfüllen von Integrationskriterien, wird uns als Unia in der nächsten Zeit stark beschäftigen. Wir führen deswegen Informations- bzw. Schulungsmassnahmen in den Regionen und Sektionen.

Kasten

Sprachkompetenz: Einzig bei Staatsangehörigen aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Fürstentum Liechtenstein, Griechenland, Italien, Niederlande, Österreich, Portugal, Spaniendarf die Erteilung, den Entzug oder die Rückstufung einer Niederlassungsbewilligung (C-Ausweis) nicht von den Sprachkompetenzen der Betroffenen abhängig gemacht werden.