Të drejtat e punëmarrësve vlejnë edhe gjatë një krize mjekësore, siç është kjo që jemi duke përjetësuar aktualisht. Në vijim disa nga pyetjet dhe përgjigjet më të shpeshta.
Hilmi Gashi
Ndal spekulimeve në çmimet e banesave

Ngritja e vazhdueshme e qirave rëndon buxhetin e qytetarëve në Zvicër. Mesatarisht shpenzimet për banim janë rritur për 19%. Në qendrat urbane është gati e pamundshme për të gjetur banesë me çmim të përballueshëm. Iniciativa për “më shumë banesa me çmime të përballueshme” synon të ndaloj spekulimet me patundshmëri dhe banim me çmime të përballueshme.
Së pari një shënim personal. Në vitin 2013 kam ndërruar banesën, në të cilën kam banuar 21 vite. Çmimi i banesës në qendër të Bernës ka qenë i arsyeshëm. Me largimin tonë nga kjo banesë, ajo u meremetua. Pjesërisht me ndihmën e financave publike. Kjo banesë pastaj është dhënë në qira me një çmim shumë më të larte, se sa që kemi paguar ne. Tash kjo banesë kushton 1000 franga më shumë.
Shumica dërmuese e njerëzve në Zvicër banojnë në banesa me qira. Përderisa çmimet për hipoteka prej vitit 2008 kanë arritur një nivel shumë të ulët, çmimet e banesave janë duke u rritur vazhdimisht. Këto u sigurojnë pronarëve të objekteve të banimit përfitime të majme, kurse shtresa e ulët dhe e mesme mezi se i përballon shpenzimet e banimit.
Sot paguajmë 40 % më shumë se që është dashur!
Banimi është një prej nevojave elementare për njerëzit. Për këtë arsye kushtetuta e Zvicrës parasheh që në çmimin e banesave përfitimi neto, pas zbritjes së shpenzimeve për banesën, të jetë 2-4 %. Mirëpo, edhe pse norma e interesit për hipoteka është në nivel të ulët, çmimet për banim nuk janë ulur, por përkundrazi janë shtuar me të madhe.
Sipas një hulumtimi të Raiffeisenbank ne sot paguajmë 40 % më shumë qira se sa do të duhej të paguanim. Po t’i kishin përshtatur qiradhënësit qiratë e banimit zhvillimit të kamatës së hipotekës, ne sot do të kishim paguar 3000 4000 Franga më pak në vit për banim. Do me thënë 7 miliard franga kanë përfituar pronarët e ndërtesave dhe patundshmërive, duke i rrjepur qiramarrësit e tyre. Kjo është një shpërndarje gjigande e mjeteve prej qiramarrësve në drejtim të pronarëve të ndërtesave me qira.
Çka synon iniciativa për “më shumë banesa me çmime
të përballueshme”?
- Federata dhe kantonet duhet të punojnë së bashku për të siguruar, që të paktën 10 % e hapësirave të reja të banimit të janë jofitimprurëse, pra me qira të përballueshme.
- Komunat dhe kantonet duhet të kenë të drejtë të kenë përparësi në blerjen e tokave të ndërtimit, për ndërtim të banesave me çmime të volitshme.
- Ndërmarrjet e Federatës si Hekurudhat Federale SBB/CFF/FFS, të cilat janë pronarë të tokave të shumta, në rastin e shitjes, këto terrene ndërtimi duhet t’ia ofrojnë së pari komunave dhe kantoneve, dhe jo t’i shesin në treg spekulantëve.
- Financimet publike të meremetimit të banesave duhet të kushtëzohen me çmime të volitshme për banim. Nëse një meremetim energjetik paguhet me mjetet publike, atëherë nuk duhet lejuar që të ndritën qiratë.
Ne e kemi në dorë të ndryshojmë këtë gjë. Ata që kanë të drejtë vote duhet të votojnë Po për iniciativën dhe kështu të mundësojnë që shpenzimet e banimit të jenë të përballueshme për të gjithë.
Për më shumë informacione në gjermanisht, frëngjisht, italisht:
Verstärkung der repressiven Instrumente im Ausländergesetz
Das neue Gesetz Ausländer- und Integrationsgesetz AIG will die Integration fördern. Im Kern ist das Gesetz aber die Fortschreibung der bisherigen restriktiven Praxis gegenüber Ausländer/innen und in vielen Fällen auch eine Verstärkung der repressiven Instrumente, insbesondere bei tatsächlichen oder anzunehmenden künftigen finanziellen Schwierigkeiten.

Das neue Ausländer- und Integrationsgesetz (AIG) ist seit 1. Januar 2019 in Kraft. Es regelt insbesondere die Zulassung und den Aufenthalt der Staatsangehörigen aus Nicht-EU/EFTA-Staaten. Für Staatsangehörige aus EU/EFTA-Staaten ist in erster Linie das FZA massgebend. Das neue Gesetz verschärft die Bedingungen für die Erteilung der Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung, in dem diese an Integrationskriterien» geknüpft werden. Beachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, Respektierung der Werte der Bundesverfassung, Sprachkompetenzen (nur für Erwachsene), Teilnahme am Wirtschaftsleben oder am Erwerb von Bildung sind einige der «Integrationskriterien» die darüber entscheiden, ob Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligungen erteilt, zurückgestuft oder entzogen werden und ob Familiennachzug bewilligt wird.
Familiennachzug begrenzt
Diese Integrationskriterien spielen beim Familienachzug auch eine entscheidende Rolle. Das nicht Erfüllen der Integrationskriterien, insbesondere Sozialhilfeabhängigkeit, kann zu einer Einschränkung des Familiennachzugs auch für Schweizer/innen, EU-Bürger und Personen mit C-Bewilligung führen. Dasselbe gilt auch bei allfälligem Sozialrisiko, wobei hier der Bezug von Ergänzungsleistungen und Krankenkassenverbilligungen als Indikatoren dienen können. Auch zeitlich gibt es eine zusätzliche Verschärfung: Die Frist für den Familiennachzug wird auf 14 Monaten begrenzt.
Verlust oder Rückstufung von Bewilligungen
Wenn die Integrationskriterien gemäss AIG nicht erfüllt werden, so kann dies zum Verlust oder die Rückstufung von C-Bewilligung oder den Verlust der B-Bewilligung. Der Verlust kann direkt und muss nicht über eine Rückstufung erfolgen. D. h. wer etwa den «Willen zur Teilnahme am Wirtschaftsleben» nicht nachweisen kann und Sozialhilfe bezieht, muss damit rechnen, die Schweiz verlassen zu müssen. Denn dies kann als mangelnde Integrationsbereitschaft gewertet und mit dem Entzug des Aufenthaltsrechts bestraft werden. Dies ist der Fall vor allem bei erheblicher und dauerhafter Sozialhilfebezug. Der Widerruf der C-Bewilligung auch nach einem Aufenthalt von mehr als 15 Jahren ist möglich
Nach der Rückstufung einer C-Bewilligung zu einer B-Bewilligung kann eine Integrationsvereinbarung (oder Integrationsempfehlung bei EU-Bürgern) abgeschlossen werden. Nach Verlust der B-Bewilligung muss die betroffene Person die Schweiz verlassen
Informationsaustausch der Behörden
Das neue Gesetz sieht auch vor, dass die Behörden sich gegenseitig informieren und sich auf Anfrage das Konsultationsrecht von Fällen zugestehen. Diese Informationen werden benutzt, um das «Ausmass der Integration zu messen». Informationen u.a. über zivile und strafrechtliche Prozesse, Bezug von Entschädigungen und Sozialhilfe, Ergänzungsleistungen aus der AHV oder IV. Neu werden auch Informationen über disziplinarische Massnahmen von Schulbehörden eingeholt.
Schulungs- und Informationsmassnahmen der Unia
Obwohl das AIG einige Verbesserungen hat (z. B. die Voraussetzung für eine schnellere Integration von Flüchtlingen, Asylsuchende und vorläufige Aufgenommenen in den Arbeitsmarkt), bedeutet es in vieler Hinsicht eine klare Verschärfung des Ausländerrechts.Die Verstärkung der repressiven
Instrumente in vielen Bereichen wie Familiennachzug, Verlust der Niederlassung beim nichterfüllen von Integrationskriterien, wird uns als Unia in der nächsten Zeit stark beschäftigen. Wir führen deswegen Informations- bzw. Schulungsmassnahmen in den Regionen und Sektionen.
Kasten
Sprachkompetenz: Einzig bei Staatsangehörigen aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Fürstentum Liechtenstein, Griechenland, Italien, Niederlande, Österreich, Portugal, Spaniendarf die Erteilung, den Entzug oder die Rückstufung einer Niederlassungsbewilligung (C-Ausweis) nicht von den Sprachkompetenzen der Betroffenen abhängig gemacht werden.
„Kein Mensch ist illegal“. Die Sans-Papiers in der Schweiz
von Osman Osmani und Hilmi Gashi
Als Sans-Papiers werden in der Regel Arbeit nehmende ohne einen geregelten Aufenthaltsstatus bezeichnet. Sie leben und arbeiten im Stillen, in ständiger Angst entdeckt zu werden. Die Beratungsstellen helfen ihnen dabei, den schweren Alltag zu bewältigen, und kooperieren unter anderen mit den Gewerkschaften.

Die Arbeit nehmenden ohne geregelten Aufenthaltsstatus fallen kaum auf. Sie übernehmen Arbeiten, die niemand erledigen will, mit miserablen Löhnen und teilweise unter unmenschlichen Bedingungen.
Aus gewerkschaftlicher Sicht ist die Problematik der Sans Papiers stark mit der früheren restriktiven Migrationspolitik der 70-er Jahre verbunden: Einerseits bestand erheblicher politischer Druck von fremdenfeindlichen Kreisen, weniger Menschen in die Schweiz einwandern zu lassen. Anderseits benötigte die boomende Wirtschaft Arbeitskräfte, Unternehmen holten sich diese auch illegal. Die Behörden wussten vom Problem, unternahmen jedoch wenig dagegen. Link zum Beitrag im Caritas-Heft
Frauenstreik, 14. Juni 2019: Keine Mehrfachdiskriminierung als Frau und Migrantin
Die Migration ist weiblich! Rund die Hälfte der migrierenden Menschen weltweit sind Frauen. Früher kamen Migrantinnen mehrheitlich im Rahmen des Familiennachzuges in die Schweiz, heute ist die weibliche Migration viel eigenständiger.

Während Frauen aus dem EU-Raum einfacher in die Schweiz einreisen und arbeiten dürfen, können Frauen aus Drittstaaten praktisch nur über den Familiennachzug legal einreisen und sich hier aufhalten. Ihr Aufenthaltsstatus ist an den «Verbleib beim Ehemann» geknüpft. Das ist insbesondere problematisch für Frauen, die Gewalt in der Ehe ausgesetzt sind.
Doch auch viele Frauen aus dem EU-Raum finden nur in «typisch weiblichen» Tätigkeiten mit schlechten Löhnen eine Stelle: Sie sind übervertreten in Pflege, Gastgewerbe, Reinigung, Landwirtschaft usw. Viele sogenannte Pendelmigrantinnen arbeiten in Privathaushalten, die nicht dem Arbeitsgesetz unterstellt sind und entsprechend schlechte Arbeitsbedingungen bieten.
Frauen migrieren, weil sie einen Beitrag an die finanzielle Situation der Familie leisten wollen, der Arbeitslosigkeit in der Heimat entkommen möchten, sich weiterbilden oder sich von den vorherrschenden gesellschaftlichen Normen und Zwängen in der Heimat befreien wollen.
Doch viele Migrantinnen leben und arbeiten hier unter prekären Bedingungen. Ihre Ausbildungen und Diplome werden in der Schweiz häufig nicht anerkannt. Deshalb müssen viele Migrantinnen eine Arbeit annehmen, die unter ihrer Qualifikation liegt. Mangelnde finanzielle und soziale Sicherheit, ein prekärer Aufenthaltsstatus oder die Illegalisierung als „Sans-papiers“ machen es ihnen schwer, sich gegen Ausbeutung und Gewalt zu wehren.
Wir nutzen den Frauen*streik deshalb auch, um auf die Mehrfachdiskriminierung von Migrantinnen aufmerksam zu machen und deren Ende zu fordern. Die Schweiz muss Diplome, Kompetenzen und erworbene Fähigkeiten der Menschen mit Migrationshintergrund anerkennen. Sie muss frauenspezifische Fluchtgründe anerkennen und den Frauen Sicherheit und Schutz vor Gewalt und Ausbeutung bieten. Dazu gehört auch, die Arbeit in Privathaushalten dem Arbeitsgesetz zu unterstellen und den unwürdigen Arbeitsbedingungen ein Ende zu setzen.