Stress, Personalmangel, fehlende Mitbestimmung, schlechte Löhne und Verletzungen des Arbeitsrechts sind keine Seltenheit in der Privatpflege und Betreuung, so auch in der WIA, dem „Wohnen im Alter“ in Thun und Umgebung. Doch statt die dringenden Probleme gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu lösen, bricht die WIA-Leitung die begonnenen Gespräche ab und spielt auf Zeit. Das wollen die mutigen und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht hinnehmen. Den gute Pflege braucht auch gute Arbeitsbedingungen. Mitarbeiterinenn und Mitarbeiter der WIA wollen Lösungen und zwar jetzt und mit ihrer Gewerkschaft Unia. Das wollen sie auch mit einer öffentlichen Kundgebung am 13. April in Thun unterstreichen. Meine Unterstützung haben sie. Weitere Informationen sind auf www.gutepflege.ch zu sehen.
Gewerkschaftsbund Thun nimmt Verantwortung als Stifter wahr
Die Delegierten des Gewerkschaftsbundes Thun (GBT) haben an der gestrigen Delegiertenversammlung klar ihre Besorgnis über die Zustände in der WIA AG gezeigt. Dem Missmanagement infolge der Privatisierung soll mittels Reintegration der Altersheime in die städtischen Strukturen Einhalt geboten werden. Die Lancierung einer entsprechenden Volksinitiative wurde klar beschlossen. Der GBT will so seine Verantwortung als Stifter der WIA wahrnehmen.
Bereits letzte Woche äusserte sich die Geschäftsleitung des GBT besorgt über die Entwicklungen in der WIA AG. Eine entsprechende Medienmitteilung wurde am 26. März 2013 veröffentlicht. Die Geschäftsleitung beantragte daher an der heutigen DV den Delegierten verschiedene Massnahmen zur Verbesserung der Zustände in den Altersheimen der WIA und zugunsten des Personals wie auch der Bewohnerinnen und Bewohner.
Volksinitiative zur Reintegration der WIA klar beschlossen
Die heute diskutierten Missstände traten allesamt nach der Privatisierung der städtischen Altersheime 2007 auf: Die Aufteilung der Altersheime in eine AG für den laufenden Betrieb und in eine Stiftung als Besitzerin der Liegenschaften führte zu teils bizarren Kompetenzstreitigkeiten. Während Jahren traten auch massive interne Konflikte auf, welche zum Abgang einer Reihe von Kadermitarbeitern führte. Von der gescheiterten Wachstumsstrategie der letzten Jahre zeugt die überdimensionierte Geschäftsstelle, an welche die WIA vertraglich zu hohen Mieten bis 2019 gebunden ist.Das Missmanagement geht bis heute weiter. So ist es beispielsweise immer noch unklar, wo die heutigen Bewohnerinnen und Bewohner des Altersheim Falken nach dem bereits erfolgten Verkauf unterkommen sollen. Zwei Ideen sind bereits gescheitert, nun schlägt die WIA eine Unterbringung in Pavillons vor. Dabei ist völlig unklar, wo diese Pavillons zu stehen kommen sollen oder was unter Pavillons genau zu verstehen ist. Entsprechend besorgt, zeigten sich die Delegierten in der Diskussion.Frieda Baumgartner, ehemaliges Mitglied der städtischen Kommission für Wohnen im Alter meinte, dass die frühere Organisation eine bessere Kontrolle über die Arbeit des Verwaltungsrats ermöglicht hätte. Einem Missmanagement wie heute hätte früher Einhalt geboten werden können.Weitere Voten fielen dahingehend aus, dass in einer Mehrheit der Kantone die Altersheime nie privatisiert worden sind und dort keine Probleme wie in Thun aufträten. Explizit wurde das Beispiel von Luzern genannt, wo die Heime der Stadt Luzern ohne Privatisierung erfolgreich funktionieren. In Zürich wurde eine beschlossene Auslagerung sogar wieder rückgängig gemacht.Am Ende einer engagierten, aber eindeutigen Diskussion, fiel der Entscheid der Delegiertenversammlung klar aus, mit den Stimmen aller vier Einzelgewerkschaften: Der GBT soll eine Initiative zur Reintegration der WIA in die städtischen Strukturen lancieren. Die Geschäftsleitung erhielt den Auftrag, zusammen mit weiteren verbündeten Organisationen und Parteien einen entsprechenden Text zu formulieren. Mit dem Sammeln soll so rasch als möglich begonnen werden können.
Einsitz in den neuen Stiftungsrat angestrebt
Der heutige Verwaltungsrat der WIA AG konnte die Situation nach dem Eklat 2011 nicht beruhigen und den eigenen Erwartungen nicht gerecht werden. Zuletzt litt auch das Personal darunter, als die Gespräche mit der Unia über einen GAV trotz schriftlicher Zusage abgebrochen wurden. Die neue Stiftung unter die Kontrolle des heutigen Verwaltungsrats zu stellen würde bedeuten, dass heutige Missmanagement weiterzuführen. Deswegen beauftragte die Delegiertenversammlung den Vorstand des GBT für seine Sitzung im April, hinsichtlich der Stifterversammlung vom 29. Mai die Kandidaturen für den Stiftungsrat zu prüfen und sich eine eigene Kandidatur vorzubehalten. Als Stifter müsse der GBT bereit sein, die Verantwortung gegenüber den Bewohnerinnen und Bewohner der WIA Altersheime wahrzunehmen.
Zurück an den Verhandlungstisch
Zum Schluss haben die Delegierten einstimmig die WIA Führung aufgefordert, die Verhandlungen über einen betrieblichen GAV wieder aufzunehmen. Die Belegschaft hat sich für Verhandlungen über einen GAV ausgesprochen. Dieses Anliegen gilt es zu respektieren und zwar in der Form, wie es die Belegschaft gewählt hat, mit der Unia als Vertreterin ihrer Interessen. Der GBT unterstützt die Belegschaft in diesem Vorgehen.
Über den Gewerkschaftsbund Thun Im Gewerkschaftsbund Thun (GBT) sind alle wichtigen Gewerkschaften in Thun und Umgebung zusammengeschlossen (Unia, VPOD, SEV, Syndicom). Gemeinsam vertreten diese über 3’600 Mitglieder auf dem Platz Thun. Bereits in der Vergangenheit hat sich der GBT gegen die Privatisierung staatlicher Betriebe gewehrt. Zusammen mit seinen Bündnispartnern führte der GBT den Referendumskampf gegen die Privatisierung der Energie Thun AG. Am 8.2.2009 sagten über 84 Prozent der Thunerinnen und Thuner Nein zur Privatisierung!
Faire Löhne und gute Altersrenten sind unabdingbar für ein Leben in Würde. Doch in der reichen Schweiz keine Selbstverständlichkeit. Genauso wenig wie gute Arbeitsbedingungen z.B. im Bereich der privaten Pflege. Die Delegierten der Unia verlangen einen Mindestlohn von 4000 Franken, unterstützen die Initiative AHV plus und solidarisieren sich mit den Angestellten der WIA AG in ihrem Kampf für bessere Arbeitsbedingungen
An der heutigen Delegiertenversammlung der Gewerkschaft Unia Berner Oberland in Thun nahmen über 70 Delegierte teil. Sie blicken zurück auf ein Jahr mit erfolgreichen Aktionen, Kampagnen und betrieblichen Kämpfen. Zum Beispiel auf dem Bau. Dank ihrem Streik müssen die Bauarbeiter der Firma e-therm AG, einer Tochterfirma der Frutiger AG, nicht mehr 228 Stunden pro Jahr mehr arbeiten als im Landesmantelvertrag vorgesehen, Minimallöhne wurden verbessert und sie können, wie alle Bauarbeiter, im Alter von 60 Jahren in die wohlverdiente Rente gehen. Zum Beispiel im Detailhandel: Mitarbeiter/innen vom Aperto im Bahnhof Thun hatten genug von Pausenklau, Gratisarbeit und kurzfristigen Arbeitszeitplanungen. Sie wehrten sich mit einem Streik dagegen. Oder auch im Gesundheitsbereich. Mit einem Warnstreik und verschiedenen Aktionen erkämpften sich die Betreuer/innen des Internates Nathalie Stiftung bessere Löhne, faire Arbeitszeiten, Mitsprache im Betrieb und den verdienten Respekt. Im Jahr 2012 erstritt der Rechtsdienst der Unia Berner Oberland alleine im Berner Oberland über 2.1 Millionen Franken für die Mitglieder.
Standing Ovation für mutige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WIA
Stress, Personalmangel, fehlende Mitbestimmung, schlechte Löhne und Verletzungen des Arbeitsrechts sind keine Seltenheit in der Privatpflege und Betreuung, so auch in der WIA. Doch statt die Probleme gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu lösen, bricht die WIA-Leitung die begonnenen Gespräche ab. Die Delegierten der Unia Berner Oberland verabschiedeten mit stehender Ovation eine Resolution, in der sie den Mitarbeiter/innen der WIA, die Unterstützung in ihrem Kampf für bessere Arbeits- und Anstellungsbedingungen zusichert. Sie fordern die WIA-Leitung auf, die Gespräche mit den Mitarbeiter/innen und der Unia unverzüglich wieder aufzunehmen. Die dringenden Probleme sollten hier und sofort gelöst werden. Zudem sprachen die Delegierten die nötigen finanziellen Mittel zu.
Faire Löhne und gute Altersrenten statt Abzockerei
Satte 1.5 Milliarden Franken liessen sich Manager der 100 grössten Schweizer Unternehmen im Jahr 2011 als Lohn auszahlen. In den letzten Jahren sind die Löhne der Manager um über 60 % gestiegen. Derweil müssen bis zu 400’000 Menschen in der reichen Schweiz mit Hungerlöhnen unter 4000 Franken auskommen. Auch die Altersrenten hinken der Lohnentwicklung nach. Obwohl sie voll gearbeitet und Beiträge an die AHV gezahlt haben, erhalten viele Rentner eine Rente, die fürs Leben nicht reicht. Die Gewerkschaft fordert deshalb eine Erhöhung der Renten um 10 %. Geld wäre genügend vorhanden. Nur ist es ungerecht verteilt.
Hansulrich Balmer als Präsident bestätigt
Mit Applaus wählten die Delegierten das Präsidium und das Vizepräsidium. Hansulrich Balmer als Präsident wird zusammen mit Michaela Boxler als Vize-Präsidentin und einem stark zusammengesetzten Vorstand für weitere zwei Jahre die Geschicke der Unia Berner Oberland leiten.
Geboren am 1. Februar 1967 in Prizren, Kosovo. Aufgewachsen in Atmaxhë, einem Dorf nahe Prizren, in einer Arbeiterfamilie. Die Volksschule besuchte ich im Nachbardorf Nashec, wohin Kinder aus vier umliegenden Dörfern zur Schule gingen. Die Mittelschule und das Gymnasium absolvierte ich in Prizren, der schönsten Stadt des Kosovo. Nach dem Militärdienst in der jugoslawischen Volksarmee zog ich in die Hauptstadt Prishtina, um an der Universität Wirtschaftswissenschaften zu studieren.
Es waren schwierige Jahre auf dem Balkan. Unter Slobodan Milošević keimte der serbische Nationalismus auf. Angehörige nicht-serbischer oder montenegrinischer Abstammung wurden im Kosovo sukzessive diskriminiert und unterdrückt. Die staatliche Repression traf vor allem die albanische Bevölkerung. Proteste gegen die Aufhebung der Autonomie des Kosovo wurden blutig niedergeschlagen; Schulen und Universitäten für Albanerinnen und Albaner geschlossen. So endete mein Traum von einer akademischen Karriere vorläufig. Diese Apartheidpolitik traf auch Arbeitnehmende albanischer Herkunft: Sie verloren ihre Stellen und damit die Existenzgrundlage für ihre Familien. Auch mein Vater verlor seine Arbeit. Sein „Verbrechen“ war die Gründung einer unabhängigen Gewerkschaftssektion im Weinbergkombinat, in dem er jahrzehntelang gearbeitet hatte.
Neuanfang in der Schweiz: Gegenwind als Antrieb
In der Schweiz arbeitete ich zuerst auf dem Bau als Maler. Die Arbeit war spannend und kreativ, doch der Traum von einer akademischen Laufbahn liess mich nicht los. Also beschloss ich, diesen Weg erneut zu suchen. Mein Deutsch war mittlerweile passabel, dennoch war es kein einfaches Unterfangen: Die Universität Bern lehnte mein Immatrikulationsgesuch ab, da mein Gymnasialabschluss nicht anerkannt wurde. Mit etwas Glück und nach einer dreijährigen Odyssee durch verschiedene Institutionen wurde ich schliesslich an der Universität Fribourg immatrikuliert. Ich konnte mein Glück kaum fassen: Ich durfte an der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften studieren. Um mein Studium zu finanzieren und meine Familie im Kosovo zu unterstützen, arbeitete ich weiterhin auf dem Bau, im Gastgewerbe und als Dolmetscher.
Während der Studienzeit engagierte ich mich bei Radio RaBe in Bern. Beim alternativen Kultursender gestaltete ich die albanische Sendung LAME (News, Aktualitäten und Musik) und half bei der Wiederbelebung der Nachrichtenredaktion (RaBe-Info) mit. Von Beginn an war ich in den Vereinsstrukturen aktiv, zuerst als Mitglied der Programmkommission und später als Programmleiter. Nach meiner Zeit bei RaBe wechselte ich zum Schweizerischen Roten Kreuz als Co-Leiter eines Beschäftigungs- und Informationszentrums für kosovarische Flüchtlinge in Biel. Später war ich als Fachexperte für den Kosovo und als Projektleiter für den Aufbau der Informationsplattform Migration und Gesundheit (miges.ch) im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) tätig. Die Plattform wurde später zu migesplus.ch weiterentwickelt.
Es folgten Projekte beim HEKS als Projektberater und Dozent für Kleinstunternehmen bei HEKS PERSPEKTIVE. 2002 wagte ich gemeinsam mit meinem Mitbewohner Georg Häsler den Sprung in die Teilselbstständigkeit. Wir produzierten Filme und Reportagen für Radio und Fernsehen. Unser Film „Arbëresh: ein Migrationsblues“ wurde an den Solothurner Filmtagen gezeigt sowie im Schweizer Fernsehen und auf 3Sat ausgestrahlt.
Seit 2005 arbeite ich bei der Gewerkschaft Unia – zuerst als nationaler Sekretär für Migration aus dem Balkan und Verantwortlicher für „Horizonte“, ein mehrsprachiges Magazin der Gewerkschaft Unia. 2009 übernahm ich die Co-Leitung der Unia-Sektion Berner Oberland. 2019 kehrte ich zu meinen beruflichen Schwerpunkten zurück und leite seither den Bereich Interessengruppen (Migration, Jugend, Gleichstellung und Rentner). Zudem vertrete ich die Gewerkschaft in der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (EKR) sowie in der Eidgenössischen Kommission für Migration (EKM). Seit 2019 präsidiere ich die Migrationskommission des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB).
Bern: Wo aus Freiheit Heimat wurde
Bern und ich – das war Liebe auf den zweiten Blick (erst nach meiner Rückkehr aus New York), aber eine, die nun schon über drei Dekaden hält. Dazu beigetragen haben die bewegten Zeiten und Menschen in meiner ersten Wohngemeinschaft am Pavillonweg 5 (EUG) sowie das Umfeld der Reitschule, der Universität und der Brasserie Lorraine. An diesen Orten konnte ich zum ersten Mal in meinem Leben Freiräume wahrnehmen, sie mitgestalten und mich entfalten, ohne Angst vor politischer Verfolgung. Die Verbundenheit zu Bern und der Schweiz wurde durch die Teilhabe an verschiedenen Initiativen und Projekten immer stärker. Die Geburt meiner Kinder in Bern machte die Stadt schliesslich zur „Geburts-Heimat“ einer neuen Generation der Familie Gashi. In meiner Rolle als Vater entdeckte ich neue Lieblingsorte wie den Monbijoupark, den Rosengarten, das Marzili, die „Pläffä“ und die Aare.
Mittlerweile lebe ich mit meiner Frau Violeta und unseren beiden Söhnen in Muri bei Bern und politisiere dort für die Grünen im Grossen Gemeinderat (Parlament) von Muri-Gümligen. Im Jahr 2025 durfte ich das Parlament präsidieren. Damit war ich ein Jahr der höchste Muri-Gümliger.
Persönliches: Rockmusik, Rebellion und Verantwortung
Aufgewachsen bin ich in einer kinderreichen Arbeiterfamilie als ältestes von sieben Kindern. Es war eine lehrreiche und herausfordernde Kindheit in einem Bauerndorf. Wegen meines Interesses für Rockmusik und anderen „normverletzenden“ Verhaltens wurde ich im Dorf bekannt und teilweise auch – insbesondere von jungen Menschen – heimlich bewundert.
Engagement: Für eine Gesellschaft, die niemanden zurücklässt
Mein erstes freiwilliges Engagement in der Schweiz leistete ich bei der PTA (Pfadi Trotz Allem) Bern. Gemeinsam mit vielen kreativen jungen Menschen gestalteten wir Pfadi-Übungen für Kinder aus den Schulheimen Rossfeld und Aarhus. Highlights waren die Pfingst- und Sommerlager im Zelt sowie die Schlittelwochenenden. Als Leiter investierten wir viel Engagement, profitierten aber auch menschlich enorm. Diese Erfahrung mit Menschen, die von der Gesellschaft oft in Heimen und Sonderschulen „abgeschoben“ wurden (so meine damalige Wahrnehmung), bestärkte mich in meinem Einsatz für eine inklusive Gesellschaft und half mir, in vieldimensionalen Realitäten zu denken. Parallel zur PTA engagierte ich mich in verschiedenen politischen und studentischen Aktivitäten. Über die Jahre war ich Vorstandsmitglied in Vereinen wie der Schweizerischen Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht, der Plattform albinfo.ch (Lausanne), Mitglied des Strategischen Rates des Albanerrates sowie Mitglied und später Präsident der Integrationskommission der Stadt Bern und Mitglied im Elternrat der Schule Marzili/Sulgenbach.
Zurzeit amte ich als Präsident von der Migrationskommission des schweizerischen Gewerkschaftsbundes, bin Vorstandsmitglied bei Solidarité sans frontières, prointegra.ch und bei der Aktion Vierviertel. Ich bin Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Stiftung ECAP sowie 12 Jahr lang Mitglied des Directory Boards von Germin mit Sitz in Prishtina. Seit 2022 bin ich Mitglied des Verwaltungsrates der Asylorganisation Zürich. In meiner übrigen Zeit trainierte ich lange eine Juniorenmannschaft des FC Muri-Gümligen. Heute findet man mich oft auf dem Fussballplatz, wo ich mich freue, meine einstigen Schützlinge beim Kicken zu beobachten.
Lebensqualität: Saitenklänge, Fussball und Genuss
Gitarre spielen (früher in einer Band), Lesen, Schreiben, Fussball und gutes Essen sowie spezielle Weine geniessen. Ausflüge auf den Dentenberg, an die Aare und in den Jura gehören mittlerweile zur Familientradition. Um mich fit zu halten, trainiere ich ziemlich regelmässig auch Wing Tsun bei der EWTO-Akademie Bern .
Basis meines politischen Handelns und Verständnisses bilden die Grundrechte. Ich will mich einsetzen: für existenzsichernde Löhne für gute Bildung für alle für bezahlbaren Wohnraum in der Stadt für den Atomausstieg für ein Klima des Zusammenlebens ohne Diskriminierung
„Warum willst du in den Stadtrat?“ Diese Frage wird mir ab und zu gestellt, meistens von Menschen, die mich und mein Engagement in den Basisgruppen und bei der Gewerkschaft Unia kennen. Und es ist eine gute Frage. In der Tat: um politisch aktiv zu sein muss man nicht unbedingt in einem Parlament sitzen. In vielen Vereinen, Interessengruppen, Kommissionen, Quartiergruppen usw. kann man seinen Einfluss ausüben und einen Beitrag leisten. Eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in einem Betrieb oder einer Branche erreicht man durchaus schneller, wenn man zusammen mit den Betroffenen aktiv wird, und entschlossen die Verbesserungen fordert und durchsetzt. In einem Parlament kann so etwas Ewigkeit dauern. Ich staune nicht schlecht, wenn ich im Stadtanzeiger lese, dass eine Motion oder ein Postulat einer Politikerin behandelt wird, die längst im Nationalrat sitzt. Unglaublich wie langsam so etwas geht. Und doch reizt es mich im Stadtrat meinen Beitrag zu leisten. Mich dort für meine Vorstellung von einer sozial Gerechten Stadt einzubringen. Denn da werden Entscheide gefällt, die direkt und indirekt einen Einfluss auf die Situation der Menschen in dieser Stadt haben. Und da will ich aktiv mitreden und mitstreiten.
„Willst du das wirklich oder bist du ein Listenfüller? Nein ein Listenfüller bin ich nicht und ja ich will wirklich in den Stadtrat.